SHURE N 95 ED BLACK DIAMOND vs SHURE N 95 ED

Testbericht: SHURE N 95 ED BLACK DIAMOND vs. SHURE N 95 ED [ JC ]

Angeregt durch eine Beratungsanfrage hörten wir heute nun im Duell: SHURE N 95 ED [ JC ] gegen die SHURE N 95 ED BLACK DIAMOND
Das Setup besteht aus einem Thorens TD 126 MK IIJ mit SME Tonarm 3009 Serie II.

Die N 95 ED BLACK DIAMOND

… ist dezent in der Abbildung und unaufdringlich im Geschehen. Im Vergleich zu einfachen Nachbaunadeln klingt sie angenehmer und sehr unaufdringlich. Mit der BLACK DIAMOND kann man sehr lange, auch etwas härter klingende Stücke genießen. Ihr Fundament ist berauschend, wenn auch nicht gleich so präzise wie bei der [ JC ]. Im Stimmbereich zeigt sie ein paar für die Preisklasse typische Schwächen, hier kann es schon mal etwas nasaler werden von der Wiedergabe her. Im eher gering anzusehenden Extremfall konnten wie auch ein paar silbrige Fassetten wahrnehmen, die erfahrungsgemäß nach längerer Einspielzeit (20 Stunden) vermutlich verschwinden werden. Die Nadel ist mit ihren 9 Stunden Einspielzeit noch nicht komplett eingespielt.
Trackingtest: 70 μm, das Bild des Diamanten unter dem Mikroskop ist – wie bei BLACK DIAMOND leider typisch –  nicht sonderlich sehenswert. Aber das soll jetzt nicht abschrecken, schließlich wollen wir die Nadel nicht sehen sondern hören.

Die N 95 ED [ JC ]

… spielt sehr klar und füllig. Das Volumen ist beindruckend, wird aber durch die klare Wiedergabe nie „zu viel“. Die Stimmen kommen brillant und mit einer gewissen Leichtigkeit daher, der Raum ist deutlich wahrnehmbar gefüllter. Diese Nadel ist nicht weit von der Hyperellipse entfernt. Großartig. Auch im Fundament macht sie „alles richtig“, vielleicht nicht so schmeichelnd schön wie bei der BLACK DIAMOND, dafür aber sehr sauber konturiert, fast schon glasig, erinnert hier etwas an die Elac 796 Van den Hul. Die Instrumente sind im einzelnen besser separatisiert, das wird die Freunde von Klassik und Jazz freuen.
Im Trackingtest schaffte die Nadel 80 μm und unter dem Mikroskop betrachtet freut sich das Auge: sehr sauber gefasster Stein mit präzisem elliptischen Anschliff.

Fazit

Mit einem Preis von ca. 40€ spielt die BLACK DIAMOND konkurrenzlos alle typischen Nachbaunadeln in Grund und Boden. Ein tolles Stück Technik für den schmalen Geldbeutel.
Für ca. 60€ gibt es dann die [ JC ].  Nicht nackt, aber klanglich auf gleicher Höhe wie die BD, mit weiteren tonalen Vorzügen.

Dieser Test spiegelt natürlich immer auch persönliche Hörgewohnheiten wieder und ist daher rein subjektiv zu betrachten.